Vor  einigen Jahren veröffentlichte die Ortschronistin Fran Annette Schlapkohl in den "Nachrichten der Ev.- Luth. Kirchengemeinde Ihre mit viel Engagement erstellen und verfassten Aufzeichnungen "Aus der Esinger Kirchenchronik". Lesen Sie hier einen Auszug Ihrer Arbeiten. Dieser Teil beschreibt die Jahre 1959  bis 1961. Aufbruch, Wirtschaftswunder, ein wichtiges Datum für die Kirchengemeinde. Tornesch bekommt eine "richtige" Kirche.  

 

Die Ortsgeschichte der Historikerin Annette Schlapkohl mit Beiträgen
von Hans-Albrecht Hewicker,Arthur Mölln, Hans Joachim Wohlenberg
wurde von der Ernst Martin Groth-Stiftung unter dem
Titel „Tornesch“ herausgegeben.

ISBN 10: 3-89876-191-6
ISBN 13: 978-3-89876-191-8
Verlag: Husum Verlag
Die Verfügbarkeit und den aktuellen Preis prüfen Sie bitte selbst.


Doch lesen Sie zuerst den angekündigten Bericht:

Aus der Esinger Kirchenchronik (15+16)

1959/1960 – Einstellung von Anne Wurr (1921-1989), Tornescher Organistin und Gemeindehelferin bis 1983, und Bau der „Kirche von Tornesch“ In der Kirchenchronik heißt es, im Wortlaut zitiert:

„Fräulein Wurr, zunächst als Gemeindehelferin eingestellt, hat das Organistenamt  übernommen und den bisherigen Organisten Herrn Iwan, abgelöst. Herr Iwan bleibt Leiter des Kirchenchors. Die neue Organistin hat einen Jugendchor ins Leben gerufen und einen Chor aus Erwachsenen, die ‚Kantorei’ gebildet. Beide Chöre haben regen Zuspruch. Sie werden mehr und mehr ausgebaut werden.“

„Bereits im Sommer 1959 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Die Firma Thun aus Elmshorn übernahm die Maurerarbeiten. Bereits zu Beginn des Kirchbaues hat der Kirchenvorstand die künstlerische Ausgestaltung der Kirche in die Hände der Herren Assmann und von Frühling gelegt. Unter der Leitung des Architekten Günther Frank in enger Zusammenarbeit mit den Pastoren Friedrich und Hollm um den Kirchenvorstand wächst der Bau stetig seiner Vollendung entgegen. Das Jahr 1960 wird für die Kirchengemeinde zu einem besonders bedeutsamen Jahr. Am 14. August 1960 kann die Kirche durch Bischof Halfmann geweiht werden. Sie ist die erste in der Reihe der drei Kirchen, deren Bau durch eine großzügige Anleihe des Verbandes Blankenese ermöglicht wurde. Im Bau sind noch die Kirchen von Moorrege – Heidnige und Uetersen – Ossenpadd. Während die letztgenannten Kirchen die Namen: ‚St. Michael’ und ‚Erlöser Kirche’ erhalten, hat die Kirchengemeinde Tornesch auf einen Namen bisher verzichtet. Unsere Kirche ist in Absolutheit ‚die Kirche von ‚die Kirche von Tornesch’.“

Einbeziehung des Abendmahls in den Gottesdienst 1961 / Bau von Rentnerwohnungen 1966

1961 beschloss der Kirchenvorstand eine neue Gottesdienstordnung einzuführen, die die Einbeziehung des Abendmahls in den Gottesdienst vorsah. Pastor Friedrich notierte in der Kirchenchronik:

„Den ersten Sonntag in jedem Monat mit Abendmahlsgottesdienst zu feiern, wird in der Gemeinde zur guten Sitte. Die Gemeinde gewöhnt sich daran, die Abendmahlsfeier als Mitte und Hauptstück des Gottesdienstes anzusehen und den Gottesdienst nicht vor dem Abendmahl zu verlassen.“

Drei Jahre später stellte der Pastor zufrieden fest:

„Mehr und mehr gewöhnt sich die Gemeinde an diese Einbeziehung des Hlg. Abendmahls in den Gottesdienst. Der Abendmahlsbesuch nimmt auch allmählich zu.“

1966 wurde ausgehend von einer zweckgebundenen namhaften Spende der Bau von 16 Rentnerwohnungen neben der Kirche begonnen, die im Mai 1967 bezogen werden konnten. Sie werden bis heute durch die Kirche betreut. 12 Wohnungen waren für Einzelpersonen gedacht und wurden insbesondere von unverheirateten und verwitweten Frauen bezogen. Der Bau der Wohnungen mit kleinem Bad, kleiner Küche und Zimmer mit Balkon war modern, und die benachbarten Wohnungen beugten einer Vereinsamung vor.

Pastor Friedrich hielt in der Chronik fest:

„Die Auswahl der Rentner durch den Kirchenvorstand entsprach völlig den Wünschen der Kommunalgemeinde, die bei der Besetzung der Wohnungen Mitspracherecht hat. Die Inhaber der neuen Wohnungen versichern immer wieder ihre Zufriedenheit und ihre Dankbarkeit.“

Annette Schlapkohl

 

Eine ausführlichere Darstellung der Esinger Kirchenchronik finden Sie unter den folgenden Links als:

1.  Power Point Präsentation

oder

2.  PDF- Datei.