Der Gospelchor der Kirchengemeinde Tornesch ...

oder auch einfach nur
Black and Blue

Unser Chor besteht seit einer Reihe von Jahren und erfreut sich – wenn man die vielen positiven Resonanzen von unseren Auftritten als Maßstab nimmt – großer Beliebtheit. So etwas freut uns sehr und bestärkt unseren Chor  in den Anstrengungen, uns weiter zu verbessern, und auch die Ansprüche erfüllen zu können.
Wir  - das sind gut 50 Sänger und Sängerinnen – wollen somit den Bekanntheitsgrad weiter pflegen und steigern, Interesse wecken, den Fan-Kreis ausdehnen und so diese nicht mehr wegzudenkende „Institution“  wahren!

Doch was ist eigentlich „Gospel“?

Gospel ist ein Wort aus der englischen ( amerikanischen ) Sprache und bedeutet in erster Linie – Evangelium ( die gute Nachricht )! Aber dann auch Musik im Sinne des Evangeliums. Also ist Gospel Music nichts anderes als geistliche Musik ( Kirchenmusik ), und die ist in allen christlich geprägten Kulturkreisen über viele Jahrhunderte bekannt mit vielen Facetten und Komponisten. Eine Reihe von Kirchenliedern ist zu Volksgut geworden, man denke nur an die herrliche Weise: „Geh’ aus, mein Herz und suche Freud’“. Hier ist der Ursprung wohl noch zu erkennen, bei der Gospel-Musik ist das nahezu unmöglich. Sicher ist lediglich, dass sie in Amerika begann und von den Farbigen aus Afrika „entwickelt“, gepflegt und verbreitet wurde. In den heutigen USA vermischten sich verschiedene Kulturen: Folklore, christlicher Glaube, Tanz, Rhythmus, Bewegungsabläufe. Aus der „Pflege“ der Sklaven ( schließlich stellten sie zunächst lediglich eine billige Arbeitskraft speziell für die Landwirtschaft dar, später zunehmend auch im Haus und der Erziehung; waren aber nahezu unentbehrlich und als Handelsobjekt einiges wert ) wurde dann teilweise die Einbindung in christliche Grundwerte – was immer darunter verstanden wurde -, sie galten als Menschen und somit für Christianisierung geeignet. Speziell die  ( gebildeten ) Haussklaven konnten die Bibel lesen und weitergeben, häufig heimlich. Besonderen Eindruck machten die Texte des Alten Testamentes mit der Knechtschaft Moses, dem Versprechen Gottes, das Volk zu befreien, aber auch Jesus, der den Menschen Gleichheit und Freiheit vermittelte.

Von den Psalmen fühlten sich die Afrikaner sehr angetan, Tanz und Gesang in einem. Auch die Wiederholungen der Texte, der Dialog, entwickelte sich aus der Not, nicht lesen zu können bzw. wenig Bücher zur Verfügung zu haben: einer sang vor, die Versammelten wiederholten es, die Bewegungsfreude kam dazu, zum Teil untermalt durch einfache beliebige Instrumente, die Verwandtschaft mit Blues und Jazz etc. ist gut nachvollziehbar!


Diese Mischung aus Verheißung einer besseren Welt im Himmelsreich Gottes, Psalmentexten, Tanz, Rhythmus, Jubilieren, Instrumenten und Ähnlichkeiten mit religiösen Riten aus Afrika sagte den Schwarzen ( heute Afro-Amerikanern ) so zu, dass sich im Laufe der Jahre eine eigenständige Musikrichtung ergab, die Weiterentwicklung hält an und –natürlich auch wieder Europa erreichte; denn eigentlich war es der anglikanische Pfarrer Dr. Isaac Watts um 1700, der die eintönige Kirchenmusik Englands zu reformieren begann und dazu Lieder mit bildhaften und leicht verständlichen Texten und „lebhafteren“ Melodien wählte.

Hieraus entstanden solche Spirituals wie „Go down Moses“  ( Geh’ hin, Moses, runter nach Ägypten..) oder „Swing low, sweet chariot“ ( Schwing herunter, schöner Wagen..), aber auch solche mit Hoffnung auf Freiheit oder Erlösung von den weltlichen Bedrückungen wie „O freedom, o freedom“  ( O Freiheit, o Freiheit..), „Soon and very soon“ ( Bald schon, sehr bald werden wir den König sehen..).

So viel zur Geschichte. Der Rest dürfte bekannt sein:  Die Faszination der Gospel-Musik spiegelt sich auch bei uns wider: Es sind mittlerweile überall Chöre entstanden, der Zuspruch hält an! ( Der Traum des deutschen Kirchenmusikers, ein volles Haus bei geistlicher Musik zu haben, hat sich schon bei verschiedenen Auftritten erfüllt ). Dabei soll die Gospel-Musik beileibe keine Konkurrenz zur traditionellen Kirchenmusik sein, die Gospel sind vielmehr eine wunderbare Ergänzung zur uns gewohnten traditionellen Musik, es gibt Stücke, die trotz ihres einfachen Inhalts sehr bewegend und aufrührend sind, der Rhythmus verstärkt diese Momente.

Außerdem schlägt die Gospelmusik einen Bogen zur „Neuen Welt“, verbindet und trägt zum besseren Verständnis verschiedener Kulturen und Nationen bei, eine wirklich gelungene Form der Globalisierung! Und daran können sich viele beteiligen, durch Zuhören und....Mitmachen!

Wir, der „Black and Blue“ Gospel-Chor, wollen uns wie Eingangs schon kurz erwähnt, weiterhin aktiv durch Auftritte beteiligen, uns natürlich verbessern, die Tornescher Kirchengemeinde tatkräftig unterstützen, Brücken bilden, Herzen und Seelen erfreuen, Gefühle
für den Glauben wecken, „Werbung“ für unsere Kirche machen.

Dazu brauchen wir Zuhörer und ...Verstärkung, zur Zeit speziell Männerstimmen. Die Proben sind kurzweilig, abwechslungsreich und entspannend; also einfach einmal probieren, ‚Feuer fangen’!

 

Wann und wo?

Dienstag, 20:00 Uhr,

im Gemeindezentrum neben der Kirche

Leitung:            Susanne van den Bos

 

 

     

Dieser Betrag wurde von Herrn Peter Pox, Mitglied im Kirchenvorstand und aktiver Gospelsänger verfasst.

 

Letztes Update: 10.07.2009

 

 

 

 

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